Apr 6

Partystimmung mit bekannten Ohrwürmern

Von Raphaela Willwerth

partystimmung-mit-bekannten-ohrwarmernHERTEN. Ein “musikalisches Feuerwerk” mit Sommerpartystimmung gab es im Glashaus- beim Konzert des deutsch-amerikanischen Künstlers Sir Jesse Lee Davis. In privater Atmosphäre wurde getanzt, geklatscht, gesungen- zu Songs, die in jedem heimischen CD-Regal stehen. -

Er trägt ein schlichtes, weißes Glitzershirt mit einem Kreuzprint drauf, eine Baseballkappe auf dem Kopf, seine Augen verdeckt durch eine dunkel getönte Sonnenbrille. Ein dicker goldener Ring blitzt an seinem Finger neben der großen, teuer aussehenden Uhr und dem breiten Goldarmband.

Doch wer hier einen amerikanischen “Gangster-Rapper” vermutet, liegt falsch: Sir Jesse Lee Davis betritt die Bühne und performt als erstes den Titel “Love’s Divine” von Schmusesänger Seal.

Die Atmosphäre im Glashaus ist erfrischend und sehr privat. “Kommen sie alle nach vorne! Ich beiße nicht!”, ruft Davis und ist erst dann zufrieden, wenn das Publikum direkt vor der Bühne steht. Der Duft des Frühlings hängt schwer in der Luft, die Leute sind dünn bekleidet, die Abendsonne scheint durch die Glasfassaden. Bei dieser betörenden Sommerpartystimmung und den dazu passenden Klängen lässt sich so mancher zu ausgiebigen Tanz- und Gesangseinlagen hinreißen, wenn Sänger Davis das Mikrophon ins Publikum hält.

Mitsingen ist kein Problem: “Ich dachte, ich spiel’ etwas, was ihr alle kennt!”, kündigt der als Sänger, Songwriter, Komponist, Produzent und Grafikdesigner tätige gebürtige Amerikaner an, der auch bereits auf der Silvesterparty 2008 in der Zeche Ewald aufgetreten ist.

Jesse Lee Davis bringt ordentlich Schwung ins Glashaus: Die Gäste klatschen begeistert, er adressiert beim Singen direkt Leute im Publikum oder spielt Luftgitarre mit seinen Gitarristen.

Backstage im Gespräch mit der Hertener Allgemeinen erzählt er mehr über sich und seine Band. Davis sitzt bei einem Bier in Feinripp-Unterhemd mit seiner Band am Tisch und plaudert aus dem Nähkästchen. Bereits seit 1976 macht er Musik. Besonders stolz ist er auf seine Mitgliedschaft in der berühmten Band “The Magic Platters”, die besonders durch den Titel “Only you” bekannt ist. Der gebürtige Amerikaner aus Arkansas kam nach Deutschland, um in Stuttgart Militär zu dienen. “Ich wollte zurück in die USA, doch ein Plattenvertrag- Angebot von BMG 1988 hat mich in Deutschland gehalten.”, erzählt er. Und sein Musikstil? Davis lässt sich nicht in musikalische Schubladen stecken: “Ich singe und produziere fast alles: von House, Dance, Techno und Funk über Soul bis hin zu Reggae.”, lacht er. Im Sommer wird Davis Deutschland jedoch verlassen: Er geht vom 29.Juni bis zum 21. August auf Frankreichtournee.

06.04.2009 | Quelle: Medienhaus Bauer

 

Feb 24

Gevelsbergs Obama rührte zu Tränen

Gevelsberg, 23.02.2009, Von Hartmut Breyer (Text) und Lennart Wiedemuth (Fotos)

0 Kommentare

Trackback-URL

Gevelsberg. Es war ein denkwürdiger Autritt, ein historisches Ereignis. Und es war Gevelsberg, nicht Washington: Ungläubig blickten die Menschen sich an, hakten sich unter, manche mit Tränen in den Augen. …

gevelsbergs-obama

“Rut, rut, rut, rut sin de Ruse”: Mit unnachahmlichem Akzent sang sich Sir Jesse Lee Davis in die Herzen der Karnevalisten. Und sogar der virusgeplagte Stadtbäcker schmetterte mit.

… Der “Barack Obama Gevelsbergs”, Sir Jesse Lee Davis, sang. Und wie. Und vor allem was: “Rut sin de Ruse”. Der Auftritt des großen Hoffnungsträgers für die Gevelsberger Karnevalsfreunde und die ganze Welt bildete den Höhepunkt der Narretei gestern Morgen. Prinz Gerd III. und Prinzessin Brigitte I. hatten mit Gefolge von KG Hippendorf, KaGe Grün-Weiß und zu den Klängen der Spielleute das Rathaus gestürmt. Angesichts des ungenehmigten Durchzugs einer antikarnevalistischen Regenfront hatten die Narren nicht auf die förmliche Kapitulation und Schlüsselübergabe des Bürgermeisters gewartet, sondern waren gleich ins Rathaus eingezogen.

Claus Jacobi und der Rest der Stadtspitze waren ohnehin nirgendwo aufzufinden. Dafür trat ein merkwürdiger, Jacobi wie aus dem Gesicht geschnitten wirkender Bäckermeister ins Foyer. “Der Bürgermeister ist krank geworden”, verriet er. Er sei der Stadtbäcker, der als PR-Maßnahme Gebäck mit Bezug zur Stadt herstelle: Johanneskirchkuchen, Ennepewellen oder einen Schokotunnel. Für heute habe er eine “Prinzenrolle” gebacken.

Um einen ordnungsgemäßen Ablauf der karnevalistischen Revolution zu gewährleisten, drängte der Bäcker (der übrigens wie der Bürgermeister einen Magen-Darm-Virus gefangen, aber nicht rechtzeitig abgeführt hatte) darauf, dass das Prinzenpaar die Erfüllung der vom Bürgermeister gestellten Aufgaben nachweisen müsse. Dazu zählte besagter Auftritt von Sir Jesse Lee Davis, zu dem das Prinzenpaar einen Walzer aufs Parkett legte. Und Hilfslehrer Hubertus Kramer, MdL, prüfte Gerd III., Brigitte I. und den Stadtbäcker auf heimatkundliche und künstlerische Fähigkeiten und Kenntnisse. Die “größte Metropole des Karnevals östlich des Rheins” sollten sie malen. Mehr (Brigitte I., Zitat Kramer: “Ihre Lieblichkeit schießt wieder alles ab”) oder weniger (Stadtbäcker) deutlich war schließlich das Hippendorf zu erkennen. Auch der Bäcker löste noch eine Aufgabe, indem er “Pomp and Glory” auf dem Kamm blies, begleitet von Günter Dabruck und Klaus Furmanek, die gestern wie gewohnt ihre Stimmungshits zum Besten gaben.

Wie es Revolutionen so nach sich ziehen, überreichten am Ende alle allen einen oder mehrere Orden. Und bei den Tanzmariechen Eva Reinicke und Jennifer Wenzel und dem Gefolge Celli Langkeit und Daniel Laake bedankte sich das Prinzenpaar mit Geschenken für die Unterstützung während ihrer Regentschaft.

« Vorherige Einträge Nächste Einträge »